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Postulat „Sozialinspektoren“


Der Gemeinderat wird eingeladen, folgende Massnahmen zu prüfen:

„Der Gemeinderat erlässt zusätzliche Kontrollmechanismen gegen den Missbrauch im Sozialwesen. Namentlich beauftragt er sogenannte Sozialinspektoren, die im grundrechtskonformen Rahmen Missbräuche im Sozialwesen aufdecken sollen.“

Begründung:
Auch im Jahr 2006 hat in Langenthal die Zahl an Sozialhilfeempfängern zugenommen. Wie der Gemeinderat in einer Interpellation von Franz Flückiger (beantwortet an der Stadtratssitzung vom 13.11.2006) richtig festhält, entspricht dies einem gesamtschweizerischen Trend. Dies entbindet den Gemeinderat jedoch nicht davon, mit innovativen, erfolgversprechenden Massnahmen in Langenthal die Missbräuche im Sozialwesen anzugehen.

Eine solche Massnahme bilden Sozialinspektoren. Diese arbeiten zusammen mit dem Sozialamt und ermitteln – bei konkretem Verdacht –, ob ein Fall von Missbrauch vorliegt. Es soll hier nicht die Arbeit des Sozialamtes kritisiert werden. Dieses leistet im Gegenteil in der Regel gute Arbeit. Vielmehr geht es darum, das bisherige Personal mit Sozialinspektoren zu unterstützen und zu entlasten. In Emmen hat sich der Sozialinspektor bewährt, kritische Stimmen sind leiser geworden. Andere Gemeinden, z.B. Zürich, haben nachgezogen. Ähnliche Systeme kennen auch Olten, Bülach und Solothurn. Erfahrungen im In- und Ausland zeigen zudem, dass mit den sinkenden Kosten im Sozialbereich die Kosten für Sozialinspektoren klar wettgemacht werden.

Der Gemeinderat soll nun prüfen, inwieweit Sozialinspektoren auch in Langenthal Sinn machen und wie diese Inspektoren ihre Aufgabe im grundrechtlichen Rahmen wahrnehmen können. Griffigere Massnahmen gegen Missbrauch würden nicht zuletzt auch den echten Bedürftigen zu Gute kommen, die sich in Zukunft weniger mit falschen Vorurteilen konfrontiert sähen. So stand in der Weltwoche (Nr. 15/06) zum Thema Sozialinspektoren zu lesen: „Und mit dem Sozialinspektor dürfte Emmen mehr gegen Vorurteile erreicht haben als alle Appelle der SKOS [Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe] zusammen.“

Patrick Freudiger und Mitunterzeichnende

 


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