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Interpellation „Sozialinspektoren“


Der Gemeinderat wird ersucht, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Trotz guter Konjunktur sind in Langenthal die Kosten der Armenfürsorge erneut wieder angestiegen und betragen gemäss Rechnung 2006 Fr. 11'865'266.11. Erkennt der Gemeinderat Handlungsbedarf?
  2. Wieso beteiligt sich die Stadt Langenthal nicht am Pilotprojekt des Kantons betr. Einsetzung von Sozialinspektoren?

Begründung:
Sozialinspektoren erfreuen sich schweizweit einer zunehmenden Beliebtheit. In Zürich konnte dank Sozialinspektoren in 72% der von ihnen untersuchten Fälle der Missbrauchsverdacht erhärtet werden. Nun hat sogar die Stadt Bern, welche sich lange gegen Sozialinspektoren gewehrt hat, eine Kehrtwende vollzogen und nimmt am kantonalen Pilotprojekt betr. Einsetzung von Sozialinspektoren teil. Auch Biel, Ittigen und Köniz nehmen am Pilotprojekt teil. Insbesondere das Beispiel Ittigen (ca. 11´000 Einwohner) macht deutlich, dass nicht nur grössere Städte mit hoher Bevölkerungsdichte am Pilotprojekt teilnehmen. Bisher verzichtete der Gemeinderat in Langenthal auf die Einsetzung von Sozialinspektoren insbesondere deshalb, weil der Lastenausgleich die dabei anfallenden Kosten der Gemeinde aufbürdet. Das Pilotprojekt des Kantons bietet nun aber den teilnehmenden Gemeinden die Chance, die Wirksamkeit von Sozialinspektoren zu testen, während der Kanton für die Kosten aufkommt.

Patrick Freudiger


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