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Endlich: Das Verkehrsdepartement ist nicht mehr in der
Hand autofeindlicher Sozialromantiker. Für die gebeutelten Autofahrer besteht
indes noch nicht Grund zum Aufatmen. Die Volksabstimmung über die Anti-Offroader-Initiative
der jungen Grünen steht bevor. Offroader sollen in der Schweiz verboten werden.
Wobei die Grünen unter „Offroadern“ nicht nur die SUV-Boliden
wie den „Hummer“ verstehen, sondern auch Sportwagen wie den BMW X5 oder den Aston
Martin. Freude
am Fahren war gestern. Heute steht die Rebünzlisierung der Strasse bevor. Die
Trabi-Einöde der DDR lässt grüssen. Erich Honecker hätte sich bestimmt gefreut
über den Ökofaschismus der jungen Grünen.
Der Nationalrat hat sich erfreulicherweise gegen den rot-grünen
Strassen-Bolschewismus ausgesprochen. Aber so richtig dann irgendwie doch
nicht: Auf Antrag der BDP wurde beschlossen, auch ohne Volksinitiative noch strengere
CO2-Grenzwerte für Autos einzuführen. Bereits jubelten die
Grünliberalen: Sie würden sogar die Unterstützung für die Anti-Offroader-Initiative
zurückziehen, wenn der BDP-Vorschlag durchkomme. Einmal mehr würde „bürgerlicher“
Defätismus der rot-grünen Politik zum Erfolg verhelfen.
Interessant ist auch: Unlängst debattierte der Nationalrat über die
Minarettverbots-Initiative. Die grünen Nationalräte Daniel Vischer und Alec von
Graffenried bekämpften damals nicht nur die Minarettverbots-Initiative. Sie
wollten das Volksbegehren sogar präventiv für ungültig erklären lassen, wegen
angeblichen Widerspruchs zum Völkerrecht und insbesondere zur Europäischen
Menschenrechtskonvention (EMRK). Das Minarettverbot verletze die Religionsfreiheit.
Nun, wie steht es denn eigentlich mit dem Offroader-Verbot? Ein Verbot
von Fahrzeugen aus Umweltschutzgründen ohne Rücksicht darauf, wie oft jemand das
Auto tatsächlich benutzt?! Eine untaugliche Massnahme und ein schwerer Eingriff
in die Privatsphäre des Menschen, wie sie Art. 8 EMRK garantiert. Eigentlich
hätten Daniel Vischer und Alec von Graffenried wie beim Minarettverbot auch die
Anti-Offroader-Initiative für ungültig erklären müssen. Derselbe Daniel Vischer
und derselbe Alec von Graffenried rühren nun aber kräftig die Werbetrommel für
ein Offroader-Verbot. Menschenrechte und EMRK hin oder her.
Minarette für Muslime, obwohl jene Machtsymbole zur
Ausübung der Religion gar nicht nötig wären. Aber freie Wahl des Autos? Nein! Menschenrechte
sind für die Linke offenbar immer nur dann gut, wenn damit Ansprüche der
eigenen Klientel bedient werden oder ein sozialromantischer Multikulturalismus befördert
werden kann. Wo es aber um Autofahrer, Steuerzahler oder Unternehmer geht, sind
Menschenrechte plötzlich nicht mehr so wichtig. Ein Völkerrecht, das sich so
einfach missbrauchen lässt, hat jeden Anspruch auf Relevanz verspielt.
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