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Lichtblicke im Gleichstellungs-Ghetto


Der US-Wahlkampf macht Schlagzeilen. Bald könnte das Land zum ersten Mal in seiner Geschichte eine Vizepräsidentin haben. Aber wer mag das sein? Eine Kampf-Emanze? Ein Produkt staatlicher Gleichstellungsindustrie? Oder die überambitionierte Hillary Clinton? Nein. Es ist Sarah Palin, die bis vor kurzem unbekannte Alaska-Gouverneurin. Palin ist Mitglied der Schusswaffenvereinigung NRA auf Lebenszeit, engagierte Mutter (sie hat fünf Kinder) und bekennende „hockey mom“ (eine Mutter, die ihre Kinder zum Hockey-Training bringt). Bodenständigkeit, Familie und Mutter sein sind Werte, mit denen frau in den USA offenbar Wahlen gewinnen kann.

Ein willkommener Lichtblick im Gleichstellungs-Ghetto, vor allem auch für EuropäerInnen. Wenn in Deutschland z.B. Eva Herman feministische Heiligtümer in Frage stellt, wird sie medial gelyncht. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) kündigte ihr. Talkshow-Moderator Johannes B. Kerner warf sie vor laufender Kamera aus der Sendung. Für Kampf-Emanzen normalerweise eine Macho-Geste. Bei Eva Herman blieb der Protest aus. Frau muss feministisch sein, um Opferstatus (und die sich daraus ergebenden Ansprüche) erlangen zu können.

Die Kraken der feministischen political correctness haben so ziemlich alle Politikfelder ergriffen. „Gender Mainstreaming“ nennt sich das offiziell. In Deutschland verbietet ein Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz de facto geschlechtsspezifische Stelleninserate. Die Bundesregierung will 750´000 Krippenplätze für unter Dreijährige schaffen und einen Rechtsanspruch auf Krippe ab dem zweiten Lebensjahr einführen. In den USA benutzen Chefs in vielen Betrieben den Lift alleine, aus Angst vor einer Klage einer Mitarbeiterin wegen sexueller Belästigung. Auch die Schweiz bleibt nicht verschont. Gleichstellungsbüros geben Schriften heraus zu existenziellen Themen wie „geschlechtergerechte Pausenplatzgestaltung“. Eine Arbeitsgruppe „Gender Mainstreaming“ fordert geschlechtergerechte Homepage-Designs. Cyberwar gegen das Patriarchat sozusagen.

Beinahe alltäglich geworden sind die durch das revidierte Scheidungsrecht hervorgerufenen Ungerechtigkeiten. Die Ehe droht zur Institution des gegenseitigen Misstrauens zu mutieren. Geschlechterkampf bis ins Ehebett. Der renommierte Journalist und Bücherautor Matthias Matussek zieht am Beispiel Deutschlands ein alarmierendes Fazit: „Selten hat eine Rechtspraxis wie die des deutschen Familienrechts so erfolgreich an niedere Instinkte appelliert, an Vernichtungswut und sudelnde Häme.“

Es ist Zeit für einen Wandel: Gegenseitiger Respekt statt intersexuelle Neidkultur. Ronald Reagan brach in den USA in den 80er Jahren das linksliberale Machtkartell auf. Reagans Einfluss ist heute auch in Europa spürbar. Wird Sarah Palin nun dasselbe mit dem „Gender Mainstreaming“-Machtkartell tun?


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