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Micheline
Calmy-Rey ist eine emanzipierte Frau, eine Feministin. So emanzipiert, dass sie
bei ihrer Vereidigung zur Bundesrätin 2007 nicht einmal die Schwurfinger erhob.
Aber auch
Calmy-Reys Emanzipation kennt Grenzen. Nicht so sehr, wenn es um Gott geht.
Wohl aber im Falle des Islam. Bei Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad
hofierte sie nämlich mit Kopftuch. Das Kopftuch ist Ausdruck von
Frauenverachtung und -unterdrückung,
dessen Tragen also nicht gerade die Form von mutiger Aussenpolitik, für die
Calmy-Rey hierzulande stets gelobt wird.
Calmy-Rey ist
aber gewiss kein Ausnahmefall in Sachen Selbsterniedrigung vor dem Islam. In
Deutschland bezeichnete der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan
vor 16 000 vor allem türkischstämmigen Zuhörern Assimilation als «Verbrechen
gegen die Menschlichkeit». Wie reagierte die deutsche Politik auf Erdogans
Aufhetzung ethnischer Minderheiten? Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) im
O-Ton: «Mein Eindruck ist, dass er von der Grundordnung der freiheitlichen
Demokratie völlig überzeugt ist.»
Noch weniger
Selbstachtung bewies der holländische Ministerpräsident Jan Peter Balkenende.
Nachdem sein Landsmann Geert Wilders einen islamkritischen Film im Internet
veröffentlichte (alle TV-Stationen boykottierten die Ausstrahlung), fühlte sich
Balkenende zu einer offiziellen Erklärung bemüssigt. Darin bedauerte er die
Veröffentlichung und versicherte den Muslimen, dass die niederländische
Regierung Wilders Ansichten nicht teilt.
Damit nicht
genug. Die 27 EU-Aussenminister stellten sich in einer gemeinsamen Erklärung
demonstrativ hinter Balkenendes Appeasement-Haltung und markierten so den
traurigen Schlusspunkt in diesem erneuten Kapitel westlicher Selbsterniedrigung.
Wie sagte einst
Benjamin Franklin: «Wer immer die Freiheit einer Nation abschaffen möchte, muss
damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken.» Das wissen auch Allahs
Dschihad-Berserker, welche Europa in ein Eurabien unter Herrschaft der Scharia
transformieren möchten. So werden Islamkritiker wie Theo van Gogh schon mal auf
offener Strasse niedergestochen. Sonst belassen sie es bei
Massendemonstrationen und Drohungen; oder lassen – am einfachsten – ihre Arbeit
durch andere verrichten. Z.B. durch westliche Dialog-Politiker, die Islamkritik
im Namen von Respekt und Toleranz tabuisieren.
Ob es unseren
Dialog-Politikern in einem solchen Eurabien wohl wäre? Micheline Calmy-Rey
jedenfalls bräuchte nach Auslandreisen das Kopftuch nicht mehr abzuziehen;
sofern sie überhaupt noch die Erlaubnis hätte, aus der Wohnung zu gehen. Sie
würde dann vielleicht incognito Bücher schreiben über die guten alten Zeiten,
wo frau noch Feministin sein durfte, ohne danach Prügelstrafen einzufangen.
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