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Gold: Garant schweizerischer Unabhängigkeit!


Die Herbstsession 2011 des Schweizer Parlamentes stand ganz im Zeichen der „too big to fail“-Problematik der Grossbanken: Im Visier des Parlamentes waren die UBS und die CS. Die Banken sind für die Schweizer Wirtschaft zu wichtig geworden, als dass sie Konkurs gehen könnten. Nachdem diese in der vergangenen Finanzkrise aufgrund risikoreicher Spekulationen Milliardenverluste generierten, musste plötzlich (im Fall der UBS) der Steuerzahler mit 68 Milliarden Franken einspringen.

Dass Grossbanken nicht zum Staatsrisiko werden dürfen, ist über die Parteigrenzen unbestritten. Der aktuelle Fokus auf die UBS und die CS vernachlässigt indes ein staatspolitisch mindestens so bedenkliches Problem: Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschafteten sowohl die UBS wie die CS Milliardengewinne. Es war eine andere Bank, die im Jahr 2010 einen Drittel ihres Eigenkapitals vernichtete: Keine Privatbank, sondern die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sagenhafte 21 Milliarden Fr. Verlust schrieb die SNB im Jahr 2010. Im ersten Halbjahr 2011 kam ein zusätzlicher Verlust in Höhe von 10,8 Milliarden Fr. Verlust dazu.

Die Verluste sind – nicht nur, aber auch – auf die gigantischen Euro-Käufe der SNB im Jahr 2010 in Höhe von über 100 Milliarden Fr. zurückzuführen. Dieser Aktivismus hatte nicht die gewünschte Wirkung für unser Land. Aber möglicherweise ging es gar nicht bloss um die Schweiz: Die Eurokäufe der SNB sollten den serbelnden Euro stützen. Das renommierte Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ kommentierte die Stützkäufe der SNB jedenfalls wie folgt: „Ohne die stützende Hand der [Schweizer] Nationalbank wäre das Gemeinschaftsprojekt wohl schon Geschichte, (…) wenn die Notenbanker nicht beherzt Euros gekauft hätten“.

Währungen geraten ganz generell zusehends unter den Druck politischer Ideologien. Der US-Dollar leidet an den Milliarden-Konjunkturpaketen der Obama-Regierung, welche das Land in eine Verschuldung nie gekannten Ausmasses (über 14 Billionen Dollar) trieb. Der Euro zerfällt daran, dass völlig verschiedene Volkswirtschaften über einen Leist geschlagen werden. Man erkennt die typische Anfälligkeit von Papiergeldwährungen.

Soll das Papiergeldsystem eine Zukunft haben, müssen die Aktiven der Nationalbanken zu einem gewissen Teil mit soliden, unbestechlichen Werten unterlegt werden: Mit Gold. Die Schweiz hatte Mitte der Neunziger Jahre mit 2600 Tonnen Gold pro Kopf noch die grössten Goldreserven der Welt, sie wurden in der Folge als „überschüssig“ taxiert und – rückblickend fast zu Discountpreisen – verkauft. Ohne das Volk zu fragen. Heute verfügt die SNB nur noch über 1050 Tonnen Gold.

Weitere Gold-Ausverkäufe dürfen nicht erfolgen. In Zeiten unsicherer Währungsentwicklung ist Gold zu einem Mittel geworden, die Unabhängigkeit des Landes gegenüber Begehrlichkeiten von innen und aussen zu schützen.


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