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Berner Frühling


Die Schweiz erlebt derzeit einen warmen Frühling. Einen besonders erwärmenden politischen Frühling erlebt der Kanton Bern seit rund einem Jahr. Die frostigen Zeiten rot-grüner Regierungspolitik gehen vorbei:

26.9.2010: Das Bernervolk stimmt über die Volksinitiative zur Einführung eines Ausländerstimmrechts ab. Die rot-grüne Regierung steht der Initiative positiv gegenüber. Das Volk hingegen schickt die Initiative mit über 72% bachab. Stimmrecht und Bürgerrecht gehören zusammen!

13.2.2011: Zur Debatte stehen eine Neugestaltung der Autosteuern sowie ein Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg. Entgegen der Parole der Regierung befürwortet das Volk den Ersatz des Kernkraftwerks Mühleberg. Noch bemerkenswerter ist aber der Kampf „David gegen Goliath“ bei den Autosteuern: Schon bisher hatte der Kanton Bern praktisch die höchsten Autosteuern schweizweit. Regierung und Parlament wollen Halter von Autos der Effizienzkategorien E, F und G noch zusätzlich mit exorbitanten Steueraufschlägen schröpfen. Als Zückerchen wäre für umweltfreundliche Autos ein befristeter Steuerrabatt gewährt worden. Ein Garagier stellte der Vorlage von Regierung und Parlament praktisch im Alleingang eine Alternative gegenüber: Eine generelle Steuererleichterung für alle Autos um 1/3 und zusätzlich einen Steuerrabatt für umweltfreundliche Autos. Die rot-grüne Regierung schiesst aus allen Rohren erbittert gegen das Anliegen aus dem Volk – und verliert.

6.3.2011: Stichwahl in den Berner Ständeratswahlen zwischen Adrian Amstutz und Ursula Wyss. Alle vier rot-grünen Berner Regierungsräte sind im Unterstützungskomitee der rot-grünen Ursula Wyss. Die Berner Stimmbürger sehen es anders, und wählen den bürgerlichen Adrian Amstutz.

15.5.2011: Das Bernervolk stimmt über ein neues Energiegesetz ab. Wiederum stehen zwei Varianten zur Auswahl. Die rot-grüne Regierung will für alle vor 1990 gebauten Häuser einen obligatorischen Gebäudeenergieausweis (GEAK) und eine neue Stromsteuer. Die Folge: Mehr Bürokratie, Steuern und Bevormundung. Die alternative Abstimmungsvorlage (Volksvorschlag) von Gewerbe und Hauseigentümern sieht ebenfalls ein neues Energiegesetz vor, aber ohne GEAK-Obligatorium und Stromsteuer. Auch dieses Mal verweigert das Bernervolk der politischen Elite die Gefolgschaft, und zwar deutlich: Unglaubliche 68% versenken die regierungsrätliche Vorlage, und 79% der Stimmbürger votieren für den bürgerlichen Volksvorschlag.

Die Berner Regierung politisiert zusehends ohne Volk. Nachdem sich die rot-grüne Regierungsmehrheit bisher kaum je in Volksabstimmungen rechtfertigen musste, wurde sie auch in den Gesamterneuerungswahlen 2010 wiedergewählt. Nun hat die rot-grüne Regierung jede kantonale Volksabstimmung seit ihrer Wiederwahl verloren. Das Signal des Volkes an die Politik ist klar: Rot-grün hat aus-besteuert.


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