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Asyl-Allüren auf Kosten des Volkes


Die Zahlen sind schwindelerregend: Im 3. Quartal 2011 wurden in der Schweiz 5´513 Asylgesuche eingereicht, rund 40% mehr als im 3. Quartal des Vorjahres (3´926 Gesuche). Nur ein Teil davon sind echte Flüchtlinge. Der arabische Frühling wird zum Feigenblatt einer ungehemmten Scheinasyl-Migration.

Die Folgen sind unübersehbar. Im Kanton Zürich z.B. hatte es die Polizei im 1. Halbjahr 2011 mit über 500 straffälligen Nordafrikanern zu tun. Zum Vergleich: Im ganzen Jahr 2010 waren es 700 Fälle. Die Kantonspolizei rechnet mit einer Verdoppelung der tatverdächtigen Personen gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Tunesier macht fast die Hälfte aus. Bei den Delikten stehen Kleinkriminalität und Drogendelikte im Vordergrund.

Die Zustände im Asylwesen werden immer kafkaesker: Asylanten stänkern, wenn sie in Zivilschutzanlagen untergebracht werden; andere machen eine Ferienreise in dasjenige Land, in welchem sie an Leib und Leben bedroht sind.

Asylpolitik hat zwei Dimensionen; die theoretische und die konkrete. Theoretische Asylpolitik ist die Asylpolitik der internationalen Konferenzen, der Menschenrechtsforen, der Hilfswerke. Hier wird über ein Recht auf Einwanderung debattiert, Ausschaffungen krimineller Ausländer werden als Menschenrechtsverletzungen abgetan oder es wird ein Recht auf Nothilfe auch bei Kooperationsverweigerung postuliert. Es ist die Asylpolitik der classe politique mit permanentem Anspruch auf moralisches Besser-sein, bei der niemand die Konsequenzen dieser Asyl-Allüren tragen muss. Diese Konsequenzen tragen andere; und hier beginnt die konkrete Asylpolitik: Einbrüche, Diebstähle und Drogenhandel, wo Asylzentren stehen. Dies ist die Asylpolitik, mit denen Bürger und Gemeinden konfrontiert sind: Kleingemeinden wie Fischbach/LU und Bettwil/AG.

Sie sind das schwächste Glied der politischen Kette; hier können ohne viel politisches Ungemach Asylunterkünfte errichtet werden. Ist es ein Wunder, wenn sich die Bürger wehren, wenn ihnen eine Asylunterkunft vor die Nase gestellt wird? Zumal sie sich bisher gar nie äussern konnten. Wer die Proteste in Bettwil als „Wut der Bevölkerung“ (Aargauer Zeitung) abtut und ihr damit jeglichen sachlichen Gehalt abspricht, handelt überheblich.

Gleichzeitig lösen sich die Versprechen des Dublin-Abkommens in Luft auf. Gemäss dem Abkommen soll ein Staat nur dann Flüchtlinge aufnehmen müssen, wenn diese nicht schon in einem anderen Vertragsstaat ein Gesuch gestellt haben. Die Schweiz ist aber kaum je der erste Dublin-Staat der ankommenden Nordafrikaner. Dies wäre Italien. Aber Italien hat nicht nur seine Finanzen nicht im Griff. Auch die Asylpolitik ist der Kontrolle Roms entglitten. Reisen die Nordafrikaner Richtung Schweiz weiter – umso besser.

Das ist gelebte europäische Solidarität: Probleme abwälzen. Von Italien in die Schweiz; und vom Bundesbern auf das Volk.


hinauf