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Zu Ihrer Beruhigung:
Diese Geschichte ist fiktiv. Von A-Z erfunden. Aber Achtung: Wie lange noch?
Der Skandal ist
perfekt: „Bünzli-Terror. Wie Schweizer Kleinbürger ihre ausländischen Mitmenschen
terrorisieren“, titelt der Blick.
„Schweizer Kleinbürgertum auf dem Vormarsch“, klagt der Tages-Anzeiger. Die Berner
Zeitung doppelt nach: „Rassismus in unseren Dörfern“.
Was ist geschehen? Eine
Schweizer Familie pflegte ihren Garten mit Gartenzwergen für Nachbarn und
Passanten gut sichtbar auszuschmücken. Nach ein paar Jahren zog eine
muslimische Familie ins Quartier ein. Wegen des germanischen Ursprungs der
Gartenzwergtradition fühlten sich die Muslime ausgestossen und forderten per
Klage, dass die Nachbarn ihre Gartenzwerge wegräumen mussten. Mit Verweis auf
die geltende Rechtsordnung wurde die Klage von den lokalen Gerichtsbehörden nach
einem Proteststurm aus der Bevölkerung abgewiesen. Die muslimischen Eltern wurden
dadurch schwer traumatisiert. Zwar erhalten sie seither eine IV-Rente, aber die
Zwergendiskriminierung besteht weiter. Als einziger Ausweg blieb ihnen der Gang
an die Öffentlichkeit.
Nun handelt die
Politik: Die Schweizerische Bischofskonferenz (SBK) lanciert eine Petition gegen
das missbräuchliche Aufstellen von Gartenzwergen. „SOS Racisme“ hat die
Gründung einer Stiftung angekündigt, um Opfern von Diskriminierung die
klageweise Durchsetzung ihrer Rechte zu ermöglichen. Nationalrätin Therese
Frösch (Grüne, BE) verlangt in einer Motion ein neues Bundesgesetz für
Gartenzwergrecht (GaG). Gemäss GaG wäre
eine staatliche Bewilligung zum Aufstellen von Gartenzwergen erforderlich.
Diese darf, wenn überwiegende öffentliche Interessen entgegenstehen, verweigert
werden. Zudem soll neu ein Bundesamt für Gartenzwergrecht (BuGa) geschaffen
werden, welches die landesweit einheitliche Handhabung der
Gartenzwerggesetzgebung garantiere.
Als Land mit einer
starken muslimischen Minderheit, so Frösch, sei die Schweiz verpflichtet, aktiv
ein Miteinander verschiedener Kulturen zu fördern. Wenn Gartenzwerge bewusst
dazu benützt würden, um Muslime zu beleidigen, müsse die Politik handeln. Sonst
würden Muslime in den Fundamentalismus gedrängt.
FDP und CVP bekunden in
einer ersten Stellungnahme Sympathie mit dem Anliegen. Mit der neuen
Gartenzwergrechtsgesetzgebung würde die Schweiz endlich die europäischen
Standards für Antidiskriminierung erfüllen.
Georg Kreis, Präsident
der Antirassismuskommission, verlangt eine strafrechtliche Untersuchung gegen
die Mitglieder der lokalen Gerichtsbehörden wegen Rassendiskriminierung. Im
Kampf gegen Rassismus, so Kreis, dürften keine Mittel gescheut werden.
Kreis bezieht sich
dabei auf eine aktuelle Nationalfondsstudie. Diese hat zu Tage gefördert, dass
auch Adolf Hitler einmal mit Gartenzwergen angefangen hatte.
Alles nur Fiktion. Aber
wie lange noch?
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