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Portrait einer Linkspopulistin


Als was wurde Aussenministerin Calmy-Rey nicht schon alles geehrt? Vor allem der „blick“ bzw. der „sonntagsblick“ entpuppen sich laufend als Fanclubs der Genferin: „Calmy-Rey ist gut“, „Micheline Calmy-Rey eröffnete ihre Irak-Konferenz -  
Sie betört die Welt mit frechem Charme
“, „Kritik an Calmy-Rey – Aber das Volk hält zu ihr“, „100 Tage Calmy-Rey - kein bisschen leise“, „Calmy-Rey macht vorwärts“, „Calmy-Rey - eine stolze Schweizerin“ .

Dieses Lob ist auch verständlich. Denn die Medienlandschaft ist heute weit links der Mitte angesiedelt. Wie sehr und wie lange wünschten sich die Medien doch eine links politisierende Person, welche simple, gut tönende Lösungen präsentiert? Eine Person, die bestehende Emotionen ausnutzt und die von Journalisten dann einfach dem auf Unterhaltung bedachten Stimmbürger als Held präsentiert werden kann? Kurz: Wie sehr und wie lange sehnten sich die Medien nach einer Linkspopulistin wie Micheline Calmy-Rey?

Linkspopulismus und Finanzen: Diplomatischer Aktivismus macht Linkspopulisten bei Wählern beliebt und kennt daher auch bei unserer Aussenministerin keine Grenzen. Die Wirkung auf den Weltfrieden bleibt dabei aus, leider jedoch nicht auf die Finanzen. So beliefen sich nur die Flugkosten der ganzen PR-Aktion Calmy-Reys, die koreanische Grenze zu überschreiten, auf Fr. 200000.  Calmy-Rey versteigerte dann mediengerecht ihre Schuhe, welche sie bei der Überschreitung getragen hatte. Der Erlös ging an die Caritas. Typisch Linkspopulismus: Der Steuerzahler finanziert die Menschenliebe der Politiker.

Übrigens: Calmy-Rey war vor ihrer Wahl in die Landesregierung für die Finanzen des Kantons Genf verantwortlich. Sie legte noch vor ihrer Wahl ein Budget mit einem Überschuss von Fr. 87 Mio. vor und profilierte sich so als „eiserne Lady“. Nach ihrer Wahl dann der Schock: Die definitive Abrechnung ergab ein Defizit von Fr. 459 Mio. Man sieht: Populismus scheint bei Parlamentariern gut zu wirken. Denn in der Schweiz ist es bekanntlich das Parlament und nicht die Bevölkerung, welche die Bundesräte wählt.

Linkspopulismus und Neutralität: Linkspopulisten haben nicht viel auf staatstragenden Werten, auch wenn sie regelmässig darauf schwören müssen. So auch Frau Calmy-Rey: Sie outete sich schon früh als EU-Turbo und an der  Botschaftskonferenz 2004 startete sie dann zum Frontalangriff auf die Neutralität. Sie fragte, ob angesichts der Globalisierung und neuer Bedrohungsformen die Neutralität zeitgemäss ist, oder ob die Schweiz in einem Bündnis besser aufgehoben ist. Dabei fehlte auch der unter Linkspopulisten übliche, neutralitätspolitisch bedenkliche, Antiamerikanismus nicht, als Calmy-Rey wieder einmal den Irakkrieg kritisierte.

Linkspopulismus und Kollegialität: Calmy-Rey geriet bisher selbst oft ins Zielfeuer der Kritik, da sie sich mit Einzelaktionen immer wieder ins Rampenlicht rückte (Opferliste aus dem Irakkrieg etc.). Wenn Justizminister Christoph Blocher es aber wagt, auch die Nachteile des Schengener Abkommens zu erklären, geht Calmy-Rey selbst für das Kollegialitätsprinzip in die Offensive und kritisiert Ratsmitglieder. Typisch Linkspopulismus: Etwas verteidigen, nur wenn es ihnen selbst nützt.

Linkspopulismus und  direkte Demokratie: Bei der Kritik an Blocher setzte Calmy-Rey dann in der „Basler Zeitung“ zu einem regelrechten Rundumschlag gegen die direkte Demokratie an. Für Calmy-Rey darf ein Bundesrat nicht auf die Nachteile einer Vorlage hinweisen, wenn der Gesamtbundesrat die Vorlage befürwortet: „Das geht natürlich nicht“, so Calmy-Rey. Das erinnert irgendwie an vergangen geglaubte Zeiten. Aber es geht noch weiter. Allen Ernstes meint Calmy-Rey: Relativieren kann ein Parteipolitiker, nicht aber ein Bundesrat“.

Nur so zur Nachhilfe: Parteipolitiker sind, wie der Name sagt, dazu da, um Partei zu ergreifen. Ein Regierungsmitglied jedoch ist ein Landesvater bzw. eine Landesmutter und muss – wenn man nicht gerade in Nordkorea lebt – alle vertreten, auch die politischen Gegner.

Das wiederum zeigt ein anderes typisches Phänomen von Linkspopulisten: Für antiautoritäre Bedingungen kämpfen und dann autoritär regieren, wenn man die Macht ergriffen hat. Lenin lässt grüssen.

Micheline Calmy-Rey – Eine Linkspopulistin: Und da schrieb Frank A. Meyer einmal, auch der Linkspopulismus wäre gefährlich, wenn er Geld hätte. Dass er bei Frau Calmy-Rey keine Gefährdung erkennt, liegt wohl an der ideologischen Verwandtschaft.

 


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