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Verlierer im Dienste des Guten


24. September 2006: Der Souverän stimmt über die Revision des Ausländer- und Asylgesetzes ab. Mit den Revisionen sollen insbesondere die Zuwanderung in den Sozialstaat und der Asylmissbrauch eingedämmt werden. Die Linke und die mit ihr verbundene Asylindustrie, bestehend aus Hilfswerken, Kirchen und allerhand vom Staat alimentierter Gutmenschenvereine, schwingen die Moralkeule – und scheitern kläglich: Beiden Gesetzen stimmt eine überwältigende Mehrheit von 70% der Stimmbürger zu.

17. Juni 2007: Der Souverän stimmt über die 5. IV-Revision ab, welche die Überlebenschancen des Sanierungsfalls IV etwas erhöhen will. Die Linke und die mit ihr verzahnte Verhindererindustrie, bestehend aus Gewerkschaften und einem guten Teil der sozialstaatlichen Berufsgutmenschen, schwingen die Moralkeule – scheitern wiederum deutlich: Mit 59% erhält die IV-Revision einen komfortablen Rückhalt in der Bevölkerung.

Passend dazu ist die Wahlschlappe, welche die Sozialdemokraten – sozusagen die politische Vertretung der Gutmenschenindustrie – im Kanton Zürich erlitten. Diese Wahlschlappe ist besonders gewichtig in Anbetracht der Tatsache, dass die Wahlen im bevölkerungsreichsten Kanton der Schweiz als Vorboten des Ausgangs der eidgenössischen Wahlen im kommenden Oktober angesehen werden.

Bekanntlich macht eine Schwalbe noch keinen Frühling aus. Aber der Trend ist eindeutig. Die Strategie der Linken, Abstimmungen zu einem Kampf „gut gegen böse“ empor zu stilisieren und dabei das Gute gleich für sich zu pachten, schlägt zusehends fehl. Zu offensichtlich sind die ernüchternden Realitäten. Die Instrumentalisierung von Behindertenleiden reichte nicht mehr aus, um den Blick der Stimmbürger von den eklatanten Finanzierungslücken der IV abzulenken: 9,3 Milliarden Defizit, jeden Tag kommen 4 bis 5 neue Millionen dazu. Im Invaliden-Mekka Basel-Stadt ist bald jeder zehnte Einwohner IV-Rentner. Erst recht erfolglos war die Taktik der Linken bei der Asyl- und Ausländergesetzrevision: Dort versuchte man den Stimmbürgern mit medial frisierten oder gar zurechtgelogenen (Fall Solongo Chinbat), traurigen Einzelschicksalen ein schlechtes Gewissen zu machen, von dem sie sich nur mit einem Nein zu den beiden Vorlagen wieder befreien konnten. Zu offensichtlich war aber die Realität unserer bisherigen Ausländer- und Asylpolitik: Der tausendfache Asylmissbrauch, die zunehmenden Parallelgesellschaften, die konstant hohe Ausländerkriminalität und die Tatsache, dass sich Zuwanderung heute allzu oft in den Sozialstaat statt in den Arbeitsmarkt vollzieht. Rund jedes zweite Delikt wird heute von einem Ausländer begangen. Knapp 41% der IV-Rentner sind Ausländer. Der Prozentsatz ausländischer IV-Rentner liegt also gerade doppelt so hoch wie der Anteil der Ausländer in der Bevölkerung. Besonders hoch ist die Zahl der IV-Rentner aus dem Balkan.

Der leere, oberflächliche Placebo-Humanismus mit umso fataleren Folgen für das Staatsbudget weicht also einer pragmatischen Haltung, den wirklich Bedürftigen – aber nur diesen – zu helfen. Es bleibt zu hoffen, dass sich dieser junge politische Konsens in der Schweiz etablieren wird. Er würde gleichzeitig das Ende des sozialdemokratischen Jahrzehnts der 90er Jahre bedeuten. Dieser neue, politisch durchaus unkorrekte Konsens konnte sich nur deswegen heranbilden, weil in der Schweiz die Anzahl der Staatsabhängigen im internationalen Vergleich immer noch relativ tief liegt. Zudem ist in der Schweiz nicht zuletzt aufgrund der direkten Demokratie und trotz Maulkorb-Paragraphen wie dem Antirassismusgesetz ein relativ freier Meinungsaustausch möglich, der sich schliesslich in einem Votum des Souveräns artikuliert. Der Konsens – Hilfe den echt Bedürftigen Ja, Missbrauch Nein – ist das Ergebnis eines Widerstandes von unten gegen die herrschende politische Klasse und eine Reaktion auf deren Versagen, verantwortungsvoll mit den erhaltenen Steuergeldern umzugehen. Tragen wir diesen Widerstand weiter bis zu den eidgenössischen Wahlen am 21. Oktober: Die Zeit der links-grünen Gutmenschenindustrie ist vorbei.


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