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Einbürgerungen: Die SVP stellt klare Forderungen auf!


Die Einbürgerungspolitik gibt in Langenthal regelmässig Anlass zu Diskussionen. Zurecht: Denn in der Langenthaler Einbürgerungspraxis gibt es Missstände und die zahlreichen Einbürgerungsgesuche an jeder Stadtratssitzung führen zu einem ernstzunehmenden Unbehagen in der Bevölkerung.

Die SVP ist die einzige Partei, die diesen Unbehagen ernst nimmt und der Bevölkerung in der Gemeindepolitik eine Stimme gibt. Sie verfolgt unabhängig davon, wie der Wind gerade weht, eine restriktive, aber doch faire Einbürgerungspolitik. Einbürgerungen sind gemäss bewährter schweizerischer Tradition politische Entscheide und keine Verwaltungsakte. Denn wer eingebürgert ist, kann später auch an Wahlen und Abstimmungen das politische Geschehen des Landes mitbeeinflussen. Die SVP wehrt sich gegen jegliche Automatismen im Einbürgerungswesen. Insbesondere darf nicht eine Integration vermutet werden, nur wenn ein Gesuchsteller während der im Gesetz für die Erteilung des Bürgerrechtes vorgeschriebenen Zeit hier gelebt hat. Die SVP fordert weiter von den zuständigen Behörden, die vorhandenen Spielräume konsequent zu nutzen und sich nicht davor zu scheuen, neben den kantonalen Kriterien zusätzliche Anforderungen an eine Einbürgerung zu stellen.

In einem Positionspapier hat die SVP nun konkrete und klare Forderungen zur Einbürgerungspolitik aufgestellt – basierend auf den obigen Grundsätzen. Es gibt gewisse Grundanforderungen (z.B. Kenntnis einer Landessprache, wirtschaftliche und finanzielle Eigenständigkeit, guter Leumund, keine Straffälligkeit) Ist eine davon nicht erfüllt, darf einer Einbürgerung nicht zugestimmt werden. Von den Gesuchstellern muss zudem verlangt werden, dass sie sich schriftlich zu den Grundwerten unserer Verfassung (Freiheitsrechte, Trennung von Kirche und Staat, Gleichheit der Geschlechter) bekennen und diese Grundsätze auch leben. Die SVP fordert weiter eine bessere Vorbereitung des Entscheidprozesses bei Einbürgerungen. Gesuchsteller haben sich grundsätzlich vor der zuständigen Kommission vorzustellen, damit sich die Kommission für ihre Empfehlungen einen persönlichen Eindruck von den Gesuchstellern machen kann.

Bekanntlich darf aufgrund einer Änderung des kantonalen Rechts nicht mehr der Stadtrat, sondern nur noch der Gemeinderat abschliessend über Einbürgerungen entscheiden. Gutgeheissene Einbürgerungsgesuche müssen für die Bevölkerung auch weiterhin leicht zugänglich publiziert werden. Die Bevölkerung hat ein Anrecht darauf zu wissen, wer zur Gemeinschaft der Gemeindebürger gehört.

Derzeit ist übrigens eine SVP-Initiative hängig, welche es wieder den Gemeinden selbst überlassen will, das für die Einbürgerung zuständige Organ zu wählen. Für die SVP ist heute schon klar: Wird diese Initiative angenommen, soll in Langenthal wieder der Stadtrat abschliessend über Einbürgerungen entscheiden. Nur dies entspricht unserem demokratischen Verständnis von Einbürgerungen.

Schliesslich macht sich die SVP Sorgen um das Wissen der Einbürgerungskandidaten über unseren Staat und die Schweizerische Kultur. Integration heisst nämlich auch, dass ein Gesuchsteller unsere Politik und Staatsorganisation sowie die Schweizer Geschichte in ihren Ansätzen kennt. Die SVP verlangt deshalb, dass jeder Gesuchsteller einen Einbürgerungstest zu absolvieren hat.

 


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