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Für ein anderes Europa!


Am 9. Mai jährte sich wieder einmal der „Europatag“ der EU. Dabei feiert die EU dieses Jahr besonders intensiv. Sich selbst, versteht sich. Vor 50 Jahren wurden die Römer Verträge abgeschlossen, ein wichtiger Etappenschritt zum Aufbau der EU. So feiern also die Berufseuropäer in den Amts- und Universitätsstuben von Helsinki über Warschau bis nach Madrid. Man könnte es auch als Ritual zur kollektiven Realitätsverdrängung bezeichnen. Denn was ist dieser europäische Traum heute? Ein Moloch, unter dessen schwerfälliger Bürokratie Freiheit und Selbstverantwortung langsam ersticken. Unfähig zur Demokratie. Unfähig dazu, dass sich die Menschen mit ihm identifizieren und die liebgewonnenen nationalstaatlichen Strukturen ablegen. Unfähig, der islamistischen Kampfansage an den westlichen Rechtsstaat auch nur annähernd etwas entgegenstellen zu können. Ja nicht einmal mehr selbst finanzieren kann er sich und sucht deshalb verzweifelt nach neuen Geldquellen (etwa in der Schweiz).

Wir, die wir unsere Brötchen nicht einem vereinigten Europa zu verdanken haben, stossen demgegenüber an auf ein anderes Europa. Auf ein Europa der Vaterländer und der Vielfalt, das selbstbewusst seine abendländischen Werte hochhält. Auf ein Europa mit Zukunft!


hinauf