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Werte Leserinnen und Leser von
„Bern Südwest“
Dies ist nun also die letzte
Kolumne der Jungen SVP, die in Bern Südwest publiziert wird. Seit ca. 3 Jahren
schreiben Vertreter der wählerstärksten und aktivsten Jungpartei im Kanton Bern
regelmässig für dieses sympathische Vereinsinformationsblättchen. Manchen
werden die oftmals kritischen Beiträge der JSVP gefallen haben, manchen
weniger. Dritten wiederum ist das sowieso alles egal, weil derzeit die
Fussball-Weltmeisterschaft stattfindet.
Dass in einer freien,
demokratischen Gesellschaft nicht alle die gleiche Meinung haben, ist ein
Segen. Kein Segen jedoch ist es, wenn eine Meinung zensuriert und ausgegrenzt
wird. Und wahre Heuchelei ist es, wenn dies alles im Namen der Toleranz
legitimiert wird. Was sich ein bisschen wie ein Kapitel von Orwells
Horrorutopie „1984“ anhört, ist nun offenbare Realität bei „Bern Südwest“: Die
Junge SVP darf endlich keine Beiträge mehr für Bern Südwest publizieren. Einige
Sozialromantiker des Leists etwa mögen ihre Mühe haben mit der Haltung der
Jungen SVP. Aber niemand war gezwungen, die Artikel zu lesen. Anstatt einfach
weiterzublättern, grenzt man aus und verhindert so, dass eine Partei ihren
Beitrag zur Meinungsvielfalt in der Schweiz leisten kann.
Man hält die Meinung der Jungen
SVP für untolerant. Dieser Kampf gegen die geglaubte Untoleranz macht einen
offenbar derart blind und versessen, dass alles nur noch diesem Ziel geopfert
wird, bis einmal die Toleranz selbst auf dem Scheiterhaufen landet. Vielleicht
würde ein Blick in den Spiegel von Zeit zu Zeit nicht schaden. Man würde
erkennen, dass man als fanatischer Toleranzprediger ähnliche Uniformen trägt
wie der Feind, den man eigentlich bekämpfen wollte.
Dieses einseitige
Toleranzverständnis sollte wirklich bedenklich stimmen: Radaumacher,
Randalierer und Reitschüler werden mit Samthandschuhen angefasst und dürfen
teilweise sogar am Staatstropf nuggeln. Demokratisch legitimierte Parteien
andererseits werden ausgegrenzt und zensuriert.
Ich danke allen Leserinnen und
Lesern, welche die Beiträge der JSVP in den letzten drei Jahren gelesen haben –
sei es zustimmend oder kritisch –, für ihr Interesse.
Abschliessend wünsche ich Ihnen,
werte Leserinnen und Leser, viel Spass bei der weiteren Lektüre im neu
politisch korrekten Bern Südwest.
P.S.: Wer übrigens auch weiterhin
dem sozialromantischen Mainstream misstraut und nicht einfach die ganze
Hofberichterstattung unkritisch nachplappern will, dem sei hier geholfen: „Die
Idee“ und „BernAktuell“ publizieren auch weiterhin kritische Beiträge zur
aktuellen Politik, ohne dabei von irgendwelchen Toleranzayatollahs zensuriert
und ausgegrenzt zu werden.
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