|
Neue
Studien zur Jugendgewalt
Wer
in den 90er Jahren vor steigender Jugend-Delinquenz und Ausländerkriminalität
warnte, galt schnell einmal als Schwarzmaler und Fremdenfeind. Mittlerweile haben
sich die Verhältnisse ein wenig gebessert. Dies zeigt sich nicht zuletzt an den
entsprechenden Studien, welche das Thema Kriminalität nicht mehr politisch-korrekt
negieren.
Aufhorchen
lässt z.B. ein Bericht des Bundesamtes für Polizei „fedpol“ vom Juli 2009, in
welchem die Ergebnisse einer Kantonsumfrage zu jugendlichen Intensivtätern
zusammengefasst werden.
Gemäss
diesem Bericht gibt es in der Schweiz rund 500 jugendliche Intensivtäter. Sie
zeichnen sich dadurch aus, dass sie wiederholt Verbrechen begehen,
hauptsächlich Raub- und Gewaltdelikte, Vermögensdelikte, Sachbeschädigungen. Die
Täter handeln vornehmlich in Gruppen und Banden. Die Ausführung der Taten läuft
meist spontan ab, bedingt durch günstige Gelegenheiten. Immer wieder finden
sich in den Biographien der jugendlichen Intensivtäter ähnliche Anhaltspunkte: Die
Täter kommen „aus bildungsfernen
Schichten, zeigen schlechte schulische Leistungen“ und haben „wenig Chancen auf dem Berufsmarkt“. „Die elterliche Aufsicht ist nur gering,
wenn überhaupt, vorhanden und die Herkunftsfamilie oft zerrüttet; es fehlen
Wertmassstäbe und Respekt vor Autoritäten, vor anderen Menschen generell und
auch vor Sachgütern“. „Praktisch
immer“, so der Bericht, handelt es sich um Jugendliche „mit Migrationshintergrund“. Mehrheitlich unbestritten ist auch, dass sich
„die Brutalisierung bei den Gewaltstraftaten und die Intensität der Delinquenz
bei den Einzelnen“ gesteigert hat.
Eine
andere Studie des kriminologischen Instituts der Universität Zürich im Auftrag
des Kantons St. Gallen vom August 2009 hat 5'200 Personen zum Thema
Jugendgewalt erfasst und Folgendes aufgezeigt: 26 Prozent der 15- bis
16-Jährigen haben bereits Erfahrung als Gewalttäter; also mit Delikten wie
Körperverletzung, Gruppenschlägerei, Raub und sexueller Gewalt. Jugendliche mit
ausländischen Wurzeln üben doppelt so oft Gewalt aus wie Schweizer Jugendliche.
Weiter hält der Bericht fest: „Jugendliche, welche
mit den leiblichen Eltern (mit beiden Elternteilen) zusammenwohnen, sind
weniger delinquent als Jugendliche, die entweder bei der Mutter oder dem Vater
leben.“
„Urbane Milieus“ Die Berichte liefern wertvolle Hinweise zu
den Ursachen von Kriminalität: Urbane Milieus ziehen Kriminalität an. Ein
grosser Teil der Probleme hängt mit dem Freizeitverhalten („Herumhängen“)
zusammen. Verhindern von sog. Angst-Räumen und wahrnehmbare Polizeipräsenz sind
damit besonders in urbanen Gebieten unabdingbar. Kriminalität ist weiter die
Folge einer fehlenden oder fehlgeschlagenen Erziehung. Entsprechend forderten
Experten im Bericht zu den jugendlichen Intensivtätern, Eltern vermehrt in die
Pflicht zu nehmen.
Das
linksliberale Mantra zu diesen Fakten besteht darin, Kriminalität hauptsächlich
als Folge von Armut oder sozialer Ungerechtigkeit zu sehen. So beschwichtigt
etwa ein von der eidgenössischen Ausländerkommission herausgegebener Bericht
„Prävention von Jugendgewalt“: „Beispielsweise
haben 40 Prozent der türkischen Jugendlichen kein eigenes Zimmer, während dies
bei 6 Prozent der Schweizer Jugendlichen der Fall ist.“
Integrationsverweigerung Nun
mag es durchaus sein, dass Menschen mit einem gewissen Reichtum weniger daran
denken, kriminell zu werden. Befriedigend erklären können Faktoren wie Armut
oder Arbeitslosigkeit das Phänomen Kriminalität indes nicht. Gerade bei
ausländischen Jugendlichen hat sich der Wohlstand im Vergleich zu ihrer Elterngeneration
deutlich vermehrt. Kriminalität und Integrationsverweigerung sind jedoch nicht
zurückgegangen. Im Gegenteil, wie die obigen Studien zeigen.
Die Armuts-Theorie stammt aus Zeiten des
Klassenkampfs: Arbeiter wurden zu Tiefst-Löhnen beschäftigt, soziale
Absicherungen bestanden kaum. Heute liegen die Verhältnisse völlig anders: Soziale
Risiken wie Invalidität, Krankheit, Unfall sind allesamt staatlich versichert.
Daneben gibt es Sozialhilfe. Würde die Armuts-Theorie stimmen, müsste Kriminalität
angesichts des überaus dichten sozialen Netzes in unseren Breitengraden praktisch
verschwunden sein. Entsprechend bemerkt der renommierte US-Kriminologe James Q.
Wilson: „Menschen stehlen nicht einfach
deshalb, weil sie arm sind.“
Wenig
hilfreich ist es auch, Kriminalität mit dem Hinweis auf erlebte Diskriminierung
der jugendlichen Kriminellen zu verharmlosen. Im Bulletin „Tangram“ der Eidgenössischen
Kommission gegen Rassismus versucht sich Hanspeter Fent, Leiter einer Taskforce
für interkulturelle Konflikte, als Kriminellen-Versteher: „Dieses Erlebnis des <negativen> Blicks kann so weit gehen, dass
bereits ein einziger vermeintlich feindlicher Blickkontakt in ihm [einem jungen
Mann aus dem Balkan] seine Aggressionen freisetzt.“ Gianluigi Galli, Dozent
für Betriebs- und Sozialwissenschaften, doppelt nach: „Diese Diskriminierungen verkehren ihren Wunsch nach Integration ins
Gegenteil. In einer Abwehrreaktion formieren sie sich untereinander zu Gruppen
und bewegen sich nur noch in eigenen, abgegrenzten Räumen.“
Staatlicher
Artenschutz Hier
werden einmal mehr Ausländer pauschal unter staatlichen Artenschutz gestellt. Man
kann sich ausmalen, welch – berechtigter! – Aufschrei entstehen würde, wenn
eine staatliche Kommission dasselbe Verständnis wecken möchte für eine Gruppe
krimineller junger Neonazis.
Unsere
Rechtsordnung ist das kodifizierte ethische Minimum. Weil es sich um ein
Minimum handelt, darf und muss jedem Einwohner zugemutet werden können, sich
daran zu halten. Ohne Einschränkung. Jugendliche Intensivtäter sollen sich
nicht länger auf die bevorzugte Behandlung durch das Jugendstrafrecht verlassen
können. Hier muss bereits ab 16 Jahren das Erwachsenenstrafrecht gelten. Mit
der Ausschaffungsinitiative könnten zudem solche Jung-Kriminellen, die ihr Gastrecht
krass missbrauchen, in Zukunft bedingungslos ausgeschafft werden. Dies sollte
im Übrigen auch für die Eltern jener jugendlichen ausländischen Straftäter
gelten, sofern sie ihren Erziehungspflichten nicht nachgekommen sind.
Die
Kriminalitäts-Debatte hat erst richtig angefangen.
|