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Bastien Girod, Nationalrat der Grünen
Partei, preist auf seiner Homepage die Wichtigkeit der persönlichen Freiheit: „Persönliche wie wirtschaftliche Freiheit
sind mir wichtig. Bei allen meinen Forderungen achte ich darauf, dass diese
Freiheiten gewahrt bleiben.“
Wird es konkret, bleibt allerdings nicht
mehr viel übrig von dieser Freiheit. Girod ist nämlich Mitinitiant der
sogenannten Anti-Offroader-Initiative. Dabei ist diese umgangssprachliche
Bezeichnung noch vergleichsweise harmlos, wie ein Blick auf den Initiativtext
zeigt. Verboten würden bei Annahme der Initiative nämlich alle Motorfahrzeuge mit
folgenden Kriterien: Autos ohne Partikelfilter (bei Dieselmotoren), mit einem
Benzinverbrauch von mehr als 10,5 Liter auf 100 Kilometer, mit einem Leergewicht
von mehr als 2,2 Tonnen sowie mit einer „aggressiven Frontpartie“.
Hier also eine Auswahl von Autos, mit deren
Kauf man sich in Zukunft zum Kriminellen machen würde: Nicht nur typische
Offroader wie z.B. der Hummer, sondern auch jeder Ferrari, Lamborghini, Aston
Martin, Maserati, Bentley, Rolls Royce sowie die meisten Porsche-Modelle. Der
Schweizer Autolandschaft stünde eine partielle Kastration bevor.
Ebenso aussergewöhnlich wie rechtsstaatlich
bedenklich ist die im Initiativtext statuierte Rückwirkung des Begehrens für
bisher angeschaffte sowie im Ausland gehaltene Fahrzeuge oberhalb der
kritischen Abgasgrenze. Für diese gälte neu eine maximal zulässige
Höchstgeschwindigkeitsgrenze von nur noch 100 km/h.
Im Initiativkomitee sitzen etwa die grünen
Nationalräte Franziska Teuscher und Bastien Girod. Auch der Verkehrsclub der
Schweiz VCS unterstützt das Begehren. Nachdem der Verhinderungsclub schon das
neue Zürcher Hardturm-Stadion und einige Einkaufszentren auf dem Gewissen hat,
sind nun also Luxusautos ins Visier der Taliban-Linken geraten.
Der Zuschauer im helvetischen
Polit-Kasperlitheater ist irritiert. Vom Ferrari bis zum Hummer: Ungeachtet wie
vorsichtig der Halter tatsächlich fährt. Ungeachtet wie sparsam er fährt.
Ungeachtet wie oft er fährt. Ab sofort gälte ein totales Verbot. Werden da
nicht verschiedene Fälle über denselben Leist geschlagen? Haben wir es nicht
mit einem Fall von Diskriminierung zu tun? Wäre dieses Auto-Verbot nicht auch ein
völkerrechtlich verpönter Eingriff in die persönliche Freiheit des Menschen.
Diskriminierungsverbot und
Völkerrechtswidrigkeit? Offenbar muss man Minarettbauer, diffuser
Einbürgerungskandidat, Kopftuchträgerin oder schwerkrimineller Ausländer sein,
um in den Genuss des linken Menschenrechtsaktivismus zu kommen.
Otto-Normalverbraucher darf sich derweil mit dem Verbotsstaat herumschlagen.
Offroader-Halterin Andrea Vetsch erzählte
im „Zischtigsclub“ vom 19. August über ihre Erfahrungen als Autofahrerin: Tagtäglich
Beleidigungen, Beschimpfungen, Stinkefinger bis hin zu Schlägen an die Autotüre.
Ohne dass sie irgendwo jemanden gefährdet hätte. Immer offensichtlicher wird
die spiessbürgerliche Penetranz des politisch angeheizten Ökofaschismus. Selbst
Wissenschaftler wie ETH-Dozent Anton Gunzinger entrinnen den Klauen des
Ökofaschismus nicht. So verstieg sich der Professor in der erwähnten
„Zischtigsclub“-Debatte über Offroader zu Äusserungen wie „Dreck-Karre“.
Wie jede Form von Faschismus werden auch
beim Ökofaschismus die angeblichen Übeltäter anhand oberflächlicher äusserer
Merkmale ausgemacht. Mal ist es die Rasse, mal die Klasse, nun das Auto. Dies obwohl
der Ausstoss von Treibhausgasen pro Einwohner und Jahr in der Schweiz mit 7,2
Tonnen [Stand 2002] im europäischen Vergleich gering ist.
Wie jede Form von Faschismus versucht auch
der Ökofaschismus, die ihn treibenden niederen Motive moralisch zu
rechtfertigen. Sorge um die Heimat, Sorge um soziale Gerechtigkeit oder eben
Sorge ums Klima. Das effektive Motiv bleibt meistens dasselbe: Neid. Neid auf
sozial Bessergestellte. Neid auf Mitmenschen mit schöneren Autos.
Wer kennt es nicht? Statt selber reich zu
werden, möchte man lieber den Reichtum des Gegenübers mindern. Statt für einen
eigenen Ferrari zu sparen, verbietet man also lieber dem Nachbar seinen
Ferrari; und die rebünzlisierte Neidgenossenschaft schwelgt in Zufriedenheit.
Der deutsche Kulturhistoriker Stephan
Reimertz kam vor rund 10 Jahren zur Feststellung: „Deutschland ist das einzige
Land der Welt, in dem der Neid stärker ausgeprägt ist als der
Geschlechtstrieb". Nachdem die Schweiz ihre Tore für deutsche Einwanderer
vollständig geöffnet hat, sollte sie dieselben nicht noch für die deutsche
Neidkultur offen haben.
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