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Der Totalitarismus obsiegt – mit links


„Wenn es nicht nötig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es nötig, kein Gesetz zu machen“. Bereits im 18. Jahrhundert erkannte Montesquieu, ein bedeutender Vertreter des Liberalismus und der Begründer der Gewaltenteilung, diese Binsenwahrheit. Das „Ende der Geschichte“ als ein auf Freiheit abzielender Prozess (Hegel) schien gekommen. Die Fortsetzung ist bekannt: In zwei Weltkriegen wurde Europa heimgesucht von Totalitarismen. Als dann mit dem Ende des kalten Krieges auch die Sowjetunion als letzte verbleibende totalitäre Grossmacht zugrunde ging, bejubelten Philosophen wieder das „Ende der Geschichte“ (Francis Fukuyama). Sie haben sich auch diesmal geirrt. Denn totalitäre Elemente sind wieder auf dem Vormarsch. Der neue, eigentlich alte Totalitarismus kommt von links. Sein Aufkommen ist historisch trotz dem Zerfall der Sowjetdiktatur leicht erklärbar. Spätestens seit der 68er-Revolution ist die westliche, intellektuelle Elite links dominiert. Das führte dazu, dass man gegenüber rechtstotalitären Anzeichen beinahe hysterisch reagiert, während dieselben Politiker, Medien- und Kulturschaffenden auf dem linken Auge bis heute blind sind.

Ich will keineswegs behaupten, es stehe die Errichtung einer neuen Diktatur bevor. Aber die einst antiautoritäre 68er Bewegung offenbart uns ihre totalitären Züge, die sie nach ihrer Machtergreifung in den Institutionen angenommen hat. Der Irrglaube, ein starker Staat müsse das Volk zu seinem Glück zwingen, ist unverkennbar vorhanden.

In der Schweiz etwa bei den Diskussionen um die Bilateralen II: Die Linke will das Bankgeheimnis abschaffen und schränkt damit die Privatsphäre des Bürgers ein. Die Linke will dem Schengener Abkommen beitreten und akzeptiert damit, dass mit dem Schengener Informationssystem (SIS) die Bürger per Computer überwacht werden.

Von ihrem teils totalitären Verhalten lenkt die Linke ab mit der „Moralkeule“: Wer nicht spurt, ist entweder ein skrupelloser Neoliberaler, ein Totsparer, Sozialabbauer oder Fremdenfeind.

So untergräbt etwa das Antirassismusgesetz, getarnt als Rassismusbekämpfung, die Meinungsfreiheit und verhindert eine überfällige Diskussion um Ausländerkriminalität. Mit derselben Tarnung beschneidet das Bundesgericht die Volksrechte, indem es Einbürgerungen für verfassungswidrig erklärt oder das Antirassismusgesetz bis in die Privatsphäre ausdehnt.

Die Entwicklung der Fiskal- und Staatsquote sollte jeden wirklich liberalen Geist aber am meisten in Angst versetzen. Die totale Zwangsabgabenquote stieg auf mittlerweile ca. 60% des Bruttoinlandproduktes (BIP). Trotzdem verdreifachten sich die Schulden allein auf Bundesebene in den letzten 15 Jahren. Der Staat wird auch hier immer mehr zur Institution, an welche die Bürger ihre Privatinitiative, Verantwortung und auch ihr Denken abdelegieren können. Das Resultat ist ersichtlich: Der Staat hat sich eine Reihe von Interessengruppen geschaffen, die – am Staatshahn hängend – gegen jeden eventuellen Verlust ihrer Besitzstände Sturm laufen und so das ganze System blockieren.

Nicht nur die Schweiz hat mit dem vermehrten Aufkeimen totalitärer, zumindest jedoch überbordender etatistischer Tendenzen zu kämpfen. Deutschland zum Beispiel muss sich noch weit mehr mit den negativen Folgen ihrer exzessiven Sozialpolitik und den davon profitierenden Interessengruppen herumschlagen. Überhaupt scheint es sich hierbei um eine europäische Krankheit zu halten. Die Osterweiterung ist im Wesentlichen ein Entscheid, der  an den Schreibtischen Brüssels gefällt worden ist. Auch zum möglichen EU-Beitritt der Türkei haben die Völker Europas – höchst wahrscheinlich – zu schweigen. Da regt sich Widerstand: Der tschechische Präsident Vaclav Klaus warnte sein Volk, der EU-Beitritt bedeute das Ende der Souveränität des Landes. Für den englischen Schriftsteller Frederick Forsyth ist die Ökonomie der Eurozone krank und die EU keine Demokratie, da ihr wesentliche Grundsätze wie Transparenz oder klare Verantwortungsstrukturen fehlen. Zudem sind die Institutionen sehr korruptionsanfällig. Bestätigt wird Forsyth vom Holländer Paul van Buitenen, der die Missstände in der EU-Bürokratie schonungslos aufzeigt.

Es bleibt zu hoffen, dass die Gesellschaften Europas endlich erwachen und sich gegen diese schleichenden, totalitären Tendenzen zur Wehr setzen.

 


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