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Dank strenger Ausgabendisziplin in
den letzten Jahren konnte Langenthal seine Finanzen wieder in den Griff
bekommen. Ein Schuldenberg von über 80 Mio. zwang die Politiker zu einem verantwortungsvollen
Umgang mit Steuergeldern.
Heute ist alles anders. Dank den
Einnahmen von 100 Millionen aus dem Verkauf der Onyx-Aktien wird Langenthal
schuldenfrei. Das ist so etwas wie ein 6er im Lotto. Mit dem Schuldenberg verschwindet
leider auch die Selbstdisziplin der Politik. Das Budget 2007 sieht beim Personalaufwand
eine Steigerung von 4,1%, beim Sachaufwand sogar von 9,2% gegenüber dem Vorjahr
vor. Diese Steigerungen stehen in keinem Verhältnis zur Teuerung oder zum Wirtschaftswachstum.
Zweifellos wird dieses Budget auch die Massstäbe für die kommenden Jahre
setzen. Es schafft die besten Voraussetzungen, um die erfolgreiche, bürgerliche
Finanzpolitik der letzten Jahre wieder zunichte zu machen. Mehr Staatsausgaben
und mehr Umverteilung sind ganz im Sinne der Linken, welche bei einem Ja als Sieger
aus dieser Abstimmung hervorgehen werden.
Für Politiker gibt es nichts Schöneres,
als Geld verteilen zu können, das ihnen nicht gehört: Man erhält Sympathien und
Wählerstimmen. Das Nachsehen hat der Steuerzahler. Mit einem Nein zum Budget am
21. Januar können die Stimmbürger dieser disziplinlosen Ausgabenpolitik einen
Riegel schieben. Stoppen wir die Politiker, denn sie sind zu teuer!
Patrick Freudiger, Stadtrat
Langenthal
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