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Cécile Bühlmann, Fraktionschefin der Grünen, war
höchst besorgt vor den Bundesratswahlen: „Uns Frauen droht eine Politik nach
dem Motto <<zurück an den Herd>>“, sollte Christoph Blocher gewählt
werden. Ja, die Feministinnen hatten sich die letzten Bundesratswahlen wirklich
etwas anders vorgestellt: Ruth Metzler wurde nicht wiedergewählt, Ruth Genner
und Etatistin Christine Beerli nicht gewählt. Dreifach schlimm für die
Feministinnen, welche im Vorfeld der Bundesratswahlen verkündeten, sie würden
nur Frauen wählen. Da nützte auch Bühlmanns Aufruf nichts mehr, den Schaden für
Frauen mit der Wahl Beerlis in Grenzen zu halten.
Die Schweiz aber kann sich freuen: Eine politische
Bewegung, die vor Arroganz nur so triefte und die Institution Ehe verhöhnte,
hat einen schweren Schaden erlitten. Endlich. Das Parlament hat bei den
Bundesratswahlen wieder die Leistung und nicht das Geschlecht in den
Vordergrund gerückt; auch im Interesse der vielen Frauen, die am 19. Oktober
eine Neuorientierung der Schweizer Politik verlangten.
Auch im Ausland scheint die feministische Bewegung
an Kraft zu verlieren: Feministen-Ikone Alice Schwarzer sagte in einem
Weltwoche-Interview: „Ich bin es leid, eine Frau zu sein.“ Die Ärmste, sie
könnte einem fast leid tun. Ihr Kampf gegen das menschenverachtende Patriarchat
und die männerverseuchte Elite muss sie müde gemacht haben. Auch George W. Bush
macht ihr das Leben schwer: „Ein christlicher Fundamentalist, der mir wie alle
Fundamentalisten Angst einflösst.“ Alice Schwarzer dürften wir aber in ihrem
Kampf gegen die Männerwelt nie als fundamentalistischen Menschen bezeichnen,
allerhöchstens als fundamentalistische Menschin...
Dennoch scheint auch bei ihr ein gewisser
Lernprozess einzusetzen. Sie hat mittlerweile die Sinnlosigkeit der heutigen
Rassismusbekämpfung erkannt. Frustriert berichtet sie der Weltwoche: „Ein
Kölner Polizist hat mir kürzlich erzählt, siebzig oder achtzig Prozent der
Vergewaltigungen in Köln würden von Türken verübt. Ich habe ihn gefragt: Warum
sagen Sie das nicht, damit wir an die Wurzeln des Problems gehen können? Er
antwortete: Das dürfen wir nicht, Frau Schwarzer, das gilt als Rassismus.“
Genau! Antirassismusapostel Georg Kreis würde sie sofort des Rassismus
bezichtigen, hätte sie ihre Aussage hier gemacht.
Damit offenbart sich dem Bürger auch eine
merkwürdige Eigendynamik postmoderner Wohlfahrtsstaaten: Einerseits gibt der
Staat Millionen Steuergelder für Rassismusbekämpfung aus, was dann regelmässig
zum Totschweigen echter Probleme wie die obgenannten Vergewaltigungen führt.
Andererseits investiert der Staat Millionen Steuergelder für Frauenförderung.
Die institutionelle Heuchlerei hat System!
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