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Der Fall Rendsburg zeigt: Das JA zum Minarettverbot war richtig!


Patrick Freudiger, Stadtrat und Gründungsmitglied des Initiativkomitees gegen den Bau von Minaretten

 

So etwas wie eine Islamisierung gebe es nicht, dozierte Georg Kreis, mittlerweile emeritierter Basler Professor und Präsident der eidgenössischen Kommission gegen Rassismus. Eine Woche zuvor hatte der Schweizer Souverän mit überdeutlichen 57,5% dem Verbot von Minaretten zugestimmt. Noch nie in der Geschichte unseres Bundesstaates haben derart viele Menschen einer Volksinitiative zugestimmt.

Dies hinderte den Basler Professor nicht, 57,5% der Schweizer Bevölkerung als zumindest latent rassistisch und leicht manipulierbar zu diskreditieren: Eine Islamisierung sei ein Vorgang, den es nicht gebe, vergleichbar mit der „Verjudungs“-Paranoia der Nazis. Dass der Basler Professor sein Amt als Präsident der Antirassismus-Kommission regelmässig dazu missbraucht, um seine politischen Gegner in die braune Schmuddel-Ecke zu drängen, ist hinlänglich bekannt. Dass er aber nun sogar die Mehrheit des Schweizer Volkes als Demokratie-Risiko taxiert, ist selbst für den Basler Aristokraten neu. Pikant nur: Im Bulletin eben jener Antirassismus-Kommission plädierte im Sommer vor der Abstimmung der Freiburger Sozialanthropologe Christian Giordano für die teilweise Einführung des Scharia-Rechts in der Schweiz. Ein Blick ins eigene Bulletin hätte den Professor davor bewahrt, die Rosa-Brille aufzusetzen und die schleichende Islamisierung zu negieren.

Das Minarett hat die Funktion einer Speerspitze der islamischen Integrationsverweigerung. Es ist Plattform für den islamischen Gebetsrufer – den Muezzin –, der den Alleinvertretungsanspruch des Islam verkündet. Überdehnt man die Religionsfreiheit und öffnet sie für islamische Machtansprüche wie das Minarett, wird eine Gemeinde früher oder später auch den Gebetsruf bewilligen müssen.

Eben diese Erfahrung mussten die Bürger der deutschen Stadt Rendsburg unlängst machen. In jener Gemeinde steht die grösste Moschee des Bundeslandes Schleswig-Holstein. Die Moschee überragen zwei 26 Meter hohe Minarette. Seit Anfang Februar darf der Muezzin in Rendsburg nun zum Gebet rufen– per Lautsprecher von den Minaretten aus, versteht sich. Die Stadt hat dem Islamischen Zentrum die entsprechende Bewilligung erteilt.

Diese Vorgänge im Norden Deutschlands zeigen, wie berechtigt das Schweizer Ja zum Minarettverbot gewesen ist. Kein Wunder möchten gemäss diverser Online-Umfragen deutscher Zeitungen auch bis zu 87% der Deutschen ein Minarettverbot. Auf das Minarett folgt der Muezzin. Was soll schon ein Rufturm ohne Rufer? Das Schweizer Volk tat gut daran, die Tranquilizer der „classe politique“ nicht zu schlucken.

Immerhin: Vertreter der Rendsburger Moschee haben als Geste des interkulturellen Dialogs angekündigt, dass die Predigt einmal im Monat in Deutsch stattfinden wird. Um dieses Entgegenkommen auch entsprechend zu würdigen, sei an dieser Stelle der Muezzinruf im O-Ton erwähnt, in deutscher Sprache: „Allah ist der Allergrösste (4x); ich bezeuge, dass es keinen Gott ausser Allah gibt (2x); ich bezeuge, dass Mohammed der Gesandte Allahs ist (2x), kommt her zum Gebet (2x), kommt her zum Sieg (2x), Allah ist der Allergrösste (2x), es gibt keinen Gott ausser Allah.“ Die Schweiz hat am 29. November 2009 solchen Machtansprüchen entschieden eine Absage erteilt.


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