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Bajonette gegen die abendländische Kultur


Selten hat der Bundesrat schon im Vorfeld von Abstimmungen über eine Volksinitiative derart deutlich Stellung bezogen wie bei der Minarettinitiative. Die Initiative verstosse gegen zentrale Grundwerte der Verfassung wie die Religionsfreiheit, warnt er in der Botschaft.

Von einer Landesregierung dürfte ein besserer Stil im Umgang mit der direkten Demokratie erwartet werden; und auch etwas mehr Sachlichkeit. Denn Tatsache ist: Ein Minarett hat nichts mit Glaubensfreiheit zu tun. Es ist ein Machtsymbol des Islams. Der heutige türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan machte in seiner Zeit als Bürgermeister von Istanbul keinen Hehl aus der politischen Bedeutung des Minaretts: Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ Die Geschichte stützt die Machtsymbolik des Minaretts. Als etwa Konstantinopel von den Osmanen überrannt worden war, wurde die Hagia Sophia-Kirche eiligst in eine Moschee mit Minarett umgewandelt. Der Islam hatte gesiegt.

Wer nun dieses Machtsymbol Minarett im Namen der Religionsfreiheit durchwinken will, sollte sich nicht wundern, wenn im Namen ebendieser Religionsfreiheit in ein paar Jahren auch ein Muezzin gefordert wird, der vom Minarett zum Gebet ruft. Was soll schon ein Rufturm ohne Rufer?

Ohnehin muss die Minarett-Diskussion vor dem Hintergrund einer vermehrten Anspruchshaltung des Islams in Europa betrachtet werden. Religionsfreiheit genügt nicht mehr. Immer mehr Muslime wenden sich demonstrativ von der Kultur des Gaststaates ab oder fordern sogar Sonderrechte. In Grossbritannien wollen laut einer Studie 40% der befragten muslimischen Studenten die islamische Rechtsordnung Scharia einführen, 32% halten Mord und Tötung im Namen des Islam für gerechtfertigt. Ein islamischer Demonstrationsführer proklamierte in einer Fernsehsendung sogar: „Das Land [Grossbritannien] gehört Allah!“ In Österreich lehren – ebenfalls laut einer Studie – 44% der islamischen Religionslehrer ihren Schülern, sie seien ihren christlichen Schulkameraden überlegen.

Der Direktor der CIA, Michael Hayden, warnte letzten Mai eindringlich vor sich abzeichnenden Bürgerkriegen in Europa aufgrund der zunehmenden muslimischen Bevölkerung. Nach dem Nationalsozialismus und dem Kommunismus wird Europa also erneut von einer Ideologie der totalen Unfreiheit herausgefordert: Vom Islamofaschismus.

Statt Grenzen zu setzen, gewährt der Westen bereitwillig Sonderrechte für Muslime. Der ehemalige holländische Justizminister Piet Hein Donner verkündete, er würde sich nicht wehren, wenn in Holland eine Mehrheit die Scharia einführen wolle. In Grossbritannien erhalten Muslime für jede weitere geheiratete Frau staatliche Finanzförderung – eine indirekte Polygamie-Förderung. Das Land ist ohnehin Scharia-offen: Jährlich gibt es in Grossbritannien ca. 7´000 Scharia-Verhandlungen.

Auch die Schweiz ist in diesem Kapitel der kultivierten Kapitulation bereits fortgeschritten. Kürzlich forderte der Freiburger Sozialanthropologe Christian Giordano im Bulletin der Antirassismuskommission Scharia-Gerichte auch in der Schweiz. Die islamische Invasion ins Rechtssystem ist damit juristisch legitimiert.

Wo noch Urteile nach Schweizer Recht gefällt werden, ist deren Befolgung allerdings auch nicht mehr garantiert. Die beiden Söhne der muslimischen Familie, die sich gemäss Bundesgericht nicht mehr mit Berufung auf den Islam vor dem Schwimmunterricht drücken dürfen, sind in diesem Unterricht nach wie vor abwesend. Der Anwalt der Familie lieferte die Begründung für die Abwesenheit der Kinder: „Ein göttliches Gebot hat für sie Gewicht und ein staatliches Gebot hat dann keines.“

Noch weiter geht Hani Ramadan, Direktor des islamischen Zentrums in der Minarett-Stadt Genf. Steinigungen von Frauen sind seiner Meinung nach richtig. Sein Bruder Tariq Ramadan, ein anerkannter Islamexperte, ist etwas moderater. Er möchte „nur“ ein Moratorium für Steinigungen. So wie bei der Gentechnik: Heute gerade nicht – in ein paar Jahren vielleicht. Tariq Ramadan ist übrigens Gast am diesjährigen Menschenrechtsforum in Luzern.

Die Minarettinitiative richtet sich nicht gegen Muslime. Die Initiative will der Islamisierung frühzeitig einen Riegel schieben und ein deutliches Zeichen setzen: Wir garantieren Religionsfreiheit – aber wir tolerieren weder Parallelgesellschaften noch Sonderrechte für Muslime und auch keine Minarette als Verkörperung dieser Integrationsverweigerung.


hinauf