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57,5%
der Schweizer Stimmbürger haben dem Minarettverbot zugestimmt. Noch nie in der
Schweizer Geschichte konnte ein Volksbegehren auf die Unterstützung derart vieler
Stimmbürger zählen.
Der
Bundesrat, die meisten Parteien, Gewerkschaften, Wirtschaftsverbände,
Landeskirchen, alle haben das Begehren bekämpft. Folgt nun die Einsicht, am
Volkswillen vorbeipolitisiert zu haben?
Weit
gefehlt. Aussenministerin Calmy-Rey entschuldigt sich im Ausland für das
Schweizer Volk. SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr diskreditiert die 57,5%
Ja-Stimmenden pauschal als „Fremdenfeinde“. Eine derartige Arroganz gegenüber der
direkten Demokratie ist einmalig. Einmal mehr werden kritische Stimmen in die
braune Schmuddel-Ecke gedrängt. Nötig wäre aber gerade jetzt eine ehrliche Analyse
der Missstände in der Ausländerpolitik.
Noch
weiter geht die islamische Gemeinschaft in Langenthal. Sie negiert einfach den Volksentscheid
und hält am Minarettgesuch fest; mit ihrem Anwalt Daniel Kettiger (Grüne) will
sie wenn nötig vor dem europäischen Gerichtshof in Strassburg klagen. Der
Wille, unsere demokratischen Spielregeln zu akzeptieren, ist offenbar nicht
vorhanden. Schlechte Voraussetzungen für einen echten Dialog.
Derweil
wird die Schweiz auch vom Ausland beobachtet: Laut Online-Umfragen diverser
deutscher Zeitungen möchten zwischen 77% und 87% der Deutschen ebenfalls ein
Minarettverbot. Die Schweiz wird nicht belächelt, sie wird bewundert.
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