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Bildungspolitik ist ein „linkes Thema“. Damit
erleidet die Bildungspolitik dasselbe Schicksal wie alle andern von links
vereinnahmten Themen in der Politik: Sie wird zum Desaster. Gesundheitswesen
und Invalidenversicherung sind nur zwei Beispiele. Kaum erstaunen deshalb die
heutigen, spätestens mit der PISA-Studie aufgezeigten Probleme in unserer
Bildungspolitik. Ebensowenig erstaunen die angeblichen Patentrezepte, welche
uns – medial orchestriert – aufgetischt werden: Mehr Geld, mehr Chancengleichheit,
Zentralisierung der Schulpolitik.
Dabei leidet unsere Bildung an grundsätzlichen
Problemen, die sich nicht einfach mit immer mehr Staatsgeldern
wegsubventionieren lassen. Ich erwähne nur drei davon.
Für immer mehr Berufe ist ein
Universitätsstudium nötig. Unter dem Stichwort Chancengleichheit fördert die
Politik zudem eine laufende Zunahme der Studenten. Dies führt zwangsweise zu
einer Nivellierung des Universitätsniveaus nach unten. Diese
Massenakademisierung setzt zudem den Stellenwert anderer Ausbildungen, etwa der
Lehre, herab.
Fundamentales Wissen darüber, wie unser Staat
funktioniert, fehlt oftmals. Wie soll jemand aktiv am politischen Leben
teilhaben, wenn er nicht weiss, was Parlament und Bundesrat tun? Auch mit
Grundkenntnissen über das Funktionieren unserer Wirtschaft steht es schlecht.
Wie soll jemand erfolgreich eine Vermögensplanung vornehmen, der nie etwas von
Aktien, Fonds, Obligationen oder Optionen gehört hat?
Die menschliche Erziehung kommt an den Schulen
zu kurz. Nur noch technisches Wissen, aber nicht mehr eine humanistische
Gesamtbildung sind gefragt. Eine zu antiautoritäre Erziehung setzt den Schülern
keine Grenzen mehr. Vermehrter Drogenkonsum und ein fehlendes Wertesystem für
die Schüler sind Zeichen grosser Defizite an den Schulen.
Eine gute Bildung zu garantieren, ist heute vor
allem auch Aufgabe der Kantone. Der Kanton Bern wählt nächstes Jahr ein neues
Parlament und eine neue Regierung. Damit haben die Berner Stimmbürger die
Chance, auch in der Bildungspolitik das Steuer herumzureissen. Im Interesse unseres
Kantons Bern.
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