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Nobelpreispolitk


Und der Gewinner ist…. Elfriede Jelinek. Die österreichische Autorin erhielt den Nobelpreis für Literatur. Jelinek ist – wie könnte es auch anders sein – eine am linken Rand stehende Feministin. Schon im Vorfeld der Preisübergabe forderten viele Stimmen, den Preis an eine Frau zu verleihen. Typisch Feminismus: Das Kriterium des Geschlechts wird über dasjenige der Qualität gestellt.

Der Trend, Preisverleihungen linken politischen Überlegungen zu unterwerfen, ist nicht neu. Spätestens seitdem Michael Moore für seinen „Dokumentarfilm“ Fahrenheit 9/11, ein Propagandafeldzug gegen den US-Präsidenten Bush, die goldene Palme von Cannes erhalten hat, ist klar: Hier geht es darum, dass die Machtergreifung der 68er kulturell abgestützt bleibt.

Ein Blick in Elfriede Jelineks Treiben bestätigt dieses Urteil. Jelinek ist Mitglied der Kommunistischen Partei; einer Partei also, die einem der menschenverachtendsten Systeme in der Geschichte der Menschheit nachträumt. Weiter bezichtigte Jelinek das in Österreich am meisten gelesene Blatt, die „Kronenzeitung“, als „politisches Instrument in der Hand der Rechtsextremen“. Damit beleidigt Jelinek nicht nur die „Kronenzeitung“ selbst. Vor allem aber werden die vielen Österreicher, welche dieses Blatt lesen, als Nazis oder als hirnlose, manipulierte  Masse verunglimpft. Eine Person wie Jelinek, die solche Aussagen macht, gehört deshalb eher vor Gericht als auf die Liste der Nobelpreisträger.

Die Sympathie zu linken Ideologien liess Nobelpreiskomitees schon mehrmals ins Fettnäpfchen treten: So wurde der Friedensnobelpreis 1992 an Rigoberta Menchu aus Guatemala verliehen. 1998 enthüllte der Anthropologe David Stoll, dass viele der Grausamkeiten, welche Menchu in ihrem marxistischen Elaborat „I, Rigoberta Menchu“ beschrieb, erfunden waren. Stolls Darlegungen wurden später vom „New York Times“ - Journalisten Larry Rother überprüft und bestätigt.

Zurück zu Elfriede Jelinek: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki meint zur Gewinnerin: „Meine Bewunderung ihres Talents hält sich ein wenig in Grenzen“, und weiter: „Aber meine Sympathie und mein Respekt gelten der Entschiedenheit dieser Autorin, deren Mut, ihrer Radikalität.“

Zusammengefasst also: Es braucht für den Literaturnobelpreis nicht mehr allzu fähige, dafür umso extremere Autoren. Damit werden in Zukunft sogar Leute wie Jean Ziegler (betreibt als UNO-Sonderbeauftragter für das Recht auf Nahrung „war against Raubtierkapitalismus“) oder Publizist und Nullwachstumsfanatiker Urs P. Gasche Chancen auf diese Ehre haben.

Für die Verleihung des Friedensnobelpreises andererseits schlage ich den US-Präsidenten George W. Bush vor: Dieser vereint derzeit wie kein Zweiter die ganze Welt – mit dem Hass auf seine Person: Saddam Hussein gratulierte dem deutschen Bundeskanzler Schröder für sein Engagement gegen den Irakkrieg. Militante Globalisierungsgegner gingen Hand in Hand mit der französischen und russischen Regierung, die ihre Ölprivilegien unter Saddam Hussein schützen wollten. Massenmörder, Islamisten, der Papst, Amerikaner, Europäer, Intellektuelle, Menschenrechtler, Politiker, Medien- und Kulturschaffende, alle sind sie heute vereint, dank einer einzigen Person.


hinauf